Rolf Stolz     · · ·     Literatur und Photographie

Romane · Kurze Prosa · Lyrik · Essays · Kinderbücher · Theatralisches
Künstlerische Photographie · Kopier-Kunst · (Material)Bilder



TAGEHEFT

31. März 2016
Wenn unser Glück doch auch andere glücklich machen könnte!

30. März 2016
Der Tod als Verschwinden - unmittelbar ins Nichts beziehungswseise in die unsichtbaren Gefilde oder aber in den verborgenen Hohlraum hinter dem Lebenswerk.

29. März 2016
Heillose Heiler, die ihre leeren Hände mit Heißluft füllen.

28. März 2016
Die Feststellung der Erkrankung mindert den Schmerz, aber nicht die Krankheit.

27. März 2016
Die Beharrlichkeit im Falschen resultiert daraus, daß die Chance auf einen glücklichen Übergang nur kurze Zeit besteht und ohne Sprung ins Dunkle nicht zu haben ist.

26. März 2016
Wie leicht die Überflüssigen zu ersetzen sind!

25. März 2016
Du hattest das Glück, gezwungen zu werden zum Bruch mit der toten Vergangenheit, gezwungen zu werden zum neuen Leben.

24. März 2016
Je drohender das Neue, um so größer die Koalitionen dagegen.

23. März 2016
War es ein Verdienst adlig zu sein? Ist es ein Verdienst eines dieser altersschwachen Neobürger, vom ignoranten Neulinken zum ignoranten Altliberalen fortgeschritten zu sein?

22. März 2016
Paradox: Erwachsene Mißbraucher lassen im Rundfunk Kinder für Kinderrechte sprechen, um andere Erwachsene wie ein Kleinkind abzurichten.

21. März 2016
Das Leuchtende ist ein leicht zu treffendes Ziel.

20. März 2016
Es scheint eine Gesetzmäßigkeit der Geschichte zu sein, daß nur in größter Gefahr eine Chance auf Umkehr besteht.

19. März 2016
Wie satt ich die Satten habe! Wie sehr ich all die suche, die auch suchen!

18. März 2016
Den Kindern Messer in die Hand geben? Wenn sie Metzger werden sollen.

17. März 2016
Nur vom Lebenden ist zu lernen.

16. März 2016
Wenn schon ein Kissen eine Mordwaffe sein kann, was ist dann wirkungslos genug, um nicht mißbraucht zu werden?

15. März 2016
Der Gedanke, den Mörder vom Mord zu erlösen, ihn aus seiner Gefährlichkeit zu befreien, ist ebenso moralisch wie vernünftig.

14. März 2016
Aus dem Feuer zu fliehen ist klug. Vom Rand her ist es zu löschen - nicht über die Presse und aus der Ferne.

13. März 2016
Es sollte keinen Krieg geben. Es sollte keinen Krieg geben, der ein Krieg ist.

12. März 2016
Außer den Toten profitiert im Ernstfall nur der, der glaubhaft wie tot wirkt, von seiner Bewegungslosigkeit.

11. März 2016
Diejenigen, die niemals sich wehren wollten und jeden Gedanken an Gegenwehr von sich wiesen, sind oft genug die ersten, die zur Waffe greifen, wenn sie sich zum ersten Mal wehrlos fühlen.

10. März 2016
Die Grenzen der Natur, die natürlichen Grenzen. Die gesellschaftlichen Grenzen sind nicht ihr einfacher Spiegel, aber auch keine frei schwebende Erfindung.

9. März 2016
Die Entwicklung des Weltalls: Eher keine Geschichte, sondern eine Lyrik der Sterne. Die Entwicklung der Erde: Wenn eine Geschichte, dann eine kurze wie OBEN IN MICHIGAN.

8. März 2016
Jeder Schritt bringt uns einer Grenze näher, UNSERER Grenze, die nicht einmal auf dem Weg zur Unendlichkeit liegt.

7. März 2016
"Nächstes Jahr in Jerusalem": Aber wir verschweigen uns, daß wir uns den Rückweg verbaut und vermauert haben.

6. März 2016
Was ist das gute Gewissen - das akribisch archivierende oder das zuverlässig löschende?

5. März 2016
Welch ein Traum: ein aufgeklärtes Land mit einer hohen Aufklärungsquote (ohne Absturz bei den Konsequenzen), mit kräftiger Sicherheit des Zusammenlebens, wo doch alles Leben prinzipiell unsicher ist.

4. März 2016
Die Berge sind eine Gefahr. Die Grenze, alle Grenzen auch - es ist ihre Natur. Soll man die Berge planieren?

3. März 2016
Jede Stufe erleichtert das Stolpern.

2. März 2016
Wir, die wir eine andere Zeit gekannt haben, haben eine langsame und anhaltende Verachtung für die Rasenden.

1. März 2016
Fürchte die Menschlichkeiten, fürchte die bestialische Humanität.


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